Veröffentlicht am 16. April 2018 von wwa

ALTENKIRCHEN – SPD besucht das DRK Krankenhaus Altenkirchen – Jürgen Ecker, kaufmännischer Direktor des DRK Krankenhauses Altenkirchen-Hachenburg, begrüßte neben Heijo Höfer, MdL, Mitglieder der Stadtrats- und Verbandsgemeinderatsfraktion sowie des Vorstandes des SPD Ortsvereins Altenkirchen-Weyerbusch.

Die Genossen/innen informierten sich über die personelle und finanzielle Lage des Krankenhauses. Das Krankenhaus Altenkirchen hat 160 Betten, davon 40 in der Kinder- und Jugend-Psychiatrie. 337 Mitarbeiter versorgen jährlich circa 6.000 Patienten stationär und 8.000 Patienten ambulant. Ecker beschrieb die positive Leistungsentwicklung in den beiden letzten Jahren. An beiden Standorten wurden in den einzelnen Fachrichtungen Schwerpunkte gesetzt.

In Altenkirchen wurde innerhalb der Inneren Medizin die Gastroenterologie schwerpunktmäßig ausgebaut. Chirurgisch hält das Krankenhaus die Allgemein,- Unfall- und Handchirurgie vor. Das Haus ist als Traumazentrum zertifiziert und hält das Verletztenartenverfahren vor und versorgt alle Arbeitsunfälle. Eine ambulante und stationäre Abteilung der Kinder- und Jugend- Psychiatrie übernimmt die Versorgung für die Region Altenkirchen und Westerwald.

Regen Zuspruch erfährt auch die Belegabteilung Urologie. Die Neuanschaffung eines urologischen Röntgenarbeitsplatzes sowie die Durchführung von Laseroperationen (Holmiumlaser) tragen zu einem Anstieg der Patientenzahlen bei. Professor Dr. Schuldes erklärte den Besuchern, wie mit dem Laser schonend eine Prostataausschälung durchgeführt werden kann. Der sonst erforderliche Bauchschnitt kann dadurch vermieden werden.

Heijo Höfer bemerkte, dass gerade kleinere  Krankenhäuser Schwerpunkte setzen müssen, um zu überleben. Er sieht das DRK Krankenhaus Altenkirchen- Hachenburg da auf einem guten Weg. Er erinnerte an die Schwierigkeiten, die es beim Verkauf des kreiseigenen Krankenhauses an das DRK und den Zusammenschluss der beiden Häuser gegeben hatte. Er ist überzeugt, dass ohne die Weitsicht der damaligen Politiker es in Altenkirchen heute kein Krankenhaus mehr geben würde. „Es ist unsere Aufgabe, dafür zu sorgen, dass für die Bürger die bestmögliche Erreichbarkeit ärztlicher Hilfe besteht.“

Bernd Lindlein, Fraktionssprecher im Verbandsgemeinderat, sprach das Thema Ärztemangel an. Ecker bestätigte, dass es heute nicht einfach ist gute Ärzte für die ländlichen Regionen zu finden. Man war sich einig, dass mehr Studienplätze eingerichtet werden müssen und die Zugangsberechtigung für ein Medizinstudium über den Numerus clausus geändert werden sollte. „Ein Einser -Abitur macht noch keinen guten Arzt aus.“

Matthias Gibhardt, Mitglied des Stadtrates, interessierte sich für die Ausbildung im Haus. Ecker erklärte, dass sich aktuell 40 Pflegeschülerinnen und -schüler in der Ausbildung befinden. Leider hat die Zahl der Bewerbungen in den letzten Jahren stetig abgenommen, so dass auch hier Maßnahmen getroffen werden müssen, um den Pflegeberuf wieder attraktiver zu machen. „Es kann nicht sein, dass Abteilungen schließen müssen, weil kein Personal da ist“, stellte er fest.

Im nächsten Jahr steht das Krankenhaus 50 Jahre an seinem jetzigen Standort. Gemeinsam mit dem DRK-Seniorenwohnheim nebenan, das auf 10 Jahre zurückblicken kann, sind Feierlichkeiten geplant.