„Gonsenheimer Erinnerungen. Jüdische Nachbarinnen und Nachbarn zwischen Integration und Ausgrenzung“

Veröffentlicht am 4. April 2018 von wwa

MAINZ – Szenische Lesung und Zeitzeugengespräch zur Ausstellung – „Gonsenheimer Erinnerungen. Jüdische Nachbarinnen und Nachbarn zwischen Integration und Ausgrenzung“ – Seit August 2017 ist die Wanderausstellung „Gonsenheimer Erinnerungen. Jüdische Nachbarinnen und Nachbarn zwischen Integration und Ausgrenzung“ nun in Gonsenheim unterwegs und hat bereits zahlreiche Besucher angezogen. Derzeit befinden sich die Präsentationstafeln im evangelischen Gemeindehaus in Gonsenheim und können dort bis zum 11. April besichtigt werden. Die Ausstellung erfährt große Resonanz und wird überaus positiv angenommen.

Aufgrund der großen Nachfrage wird es erneut ein Begleitprogramm geben, das durch engagierte Gonsenheimer Bürgerinnen und Bürger auf private Initiative hin entstanden ist: Am Mittwoch, 11. April findet ab 18:30 Uhr eine szenische Lesung über jüdische Schicksale in Gonsenheim sowie ein Zeitzeugengespräch im Evangelischen Gemeindezentrum Gonsenheim (Friedensstraße 35, 55124 Mainz) statt.

Szenische Lesung zum Leben und Schicksal von fünf jüdischen Nachbarn aus der Jahnstraße in Gonsenheim: Auf der Basis seiner umfassenden historischen Recherchen hat Helmut Hochgesand die Schicksale von fünf jüdischen Nachbarn aus Gonsenheim in einer szenischen Lesung nachgezeichnet. Unter der Regie der Theaterwissenschaftsstudent/innen Jule Winkler und Alexander Schweiß entstand zusammen mit fünf Laienschauspieler/innen ein ergreifendes Stück, das den ehemaligen Mitbürger/innen eine Stimme verleiht und ihr Leben und Leiden veranschaulicht. Ergänzt wird die Lesung durch die Präsentation erläuternder Bild- und Textzeugnisse.

Gespräche mit den Zeitzeugen Franz Becker, Joe Ludwig und Johannes Schüler: Unter der Moderation von Stephan Hesping erzählen die Gonsenheimer Franz Becker, Joe Ludwig und Johannes Schüler von ihren persönlichen Erinnerungen an die Jahre 1933 bis 1945. Als Zeitzeugen liefern sie wertvolle Einblicke in das (all)tägliche Leben und das Zusammenleben mit den Nachbarinnen und Nachbarn, Freundinnen und Freunden jüdischer Herkunft und auch in deren Verfolgung und Ausgrenzung. Ihre Berichte sind auch in die Erarbeitung der Wanderausstellung einbezogen worden – die ausführlichen Interviews mit Franz Becker und Johannes Schüler durch die Kurator/innen der Ausstellung können an der Filmstation angesehen und –gehört werden.