Warnstreik in Mainz am Donnerstag, 22. März

Veröffentlicht am 20. März 2018 von wwa

MAINZ – Warnstreik in Mainz am Donnerstag, 22. März – Nachdem auch die zweite Tarifverhandlungsrunde für die rund 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten des öffentlichen Dienstes des Bundes und der Kommunen, darunter ca. 100.000 in Rheinland-Pfalz, ergebnislos geblieben ist, werden wir zu weiteren Warnstreiks in der kommenden Woche aufrufen, sagte die Geschäftsführerin Marion Paul: „Diese Blockadehaltung trägt in keinster Weise zur Lösung bei. Die Antwort wird jetzt aus den Betrieben kommen.“ Mit Warnstreiks werden die Beschäftigten dafür sorgen „dass die Arbeitgeber in der dritten Runde auf einen konstruktiven Weg hin zu einem Abschluss zurückkehren“, sagte Marion Paul.

Warnstreiks sind geplant am Donnerstag, den 22. März in Mainz. Aufgerufen wer-den u.a. die Beschäftigten der Stadtwerke, der Straßenreinigung, der Müllentsorgung und der Verwaltung. Die Beschäftigten bei der MVG werden ebenfalls zum Warnstreik aufgerufen. Busse werden nicht fahren. Aber auch die Beschäftigten des Sozial- und Erziehungsdienstes (u.a. Kitas) werden sich am Warnstreik beteiligen. Ab ca. 09:30 Uhr ist vom Streiklokal an diversen Betriebsstätten entlang ein „Streikspaziergang“ zum Leichhof geplant.

Angesichts der zu erwartenden milliardenhohen Steuereinnahmen auch in 2018 und darüber hinaus gelte es, die Beschäftigten an den öffentlichen Einnahmen zu beteiligen. Sie dürfen nicht weiter hinter die anderen Berufsgruppen zurückfallen. Die Steuereinnahmen in Bund und den Kommunen sprudeln wie nie zuvor, die Wirtschaft ist in Festtagsstimmung, die Aktionäre reiben sich die Hände. Wann, wenn nicht jetzt müssen auch die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes an der positiven Entwicklung beteiligt werden.

ver.di fordert für die Beschäftigten sechs Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens aber 200 Euro pro Monat. Gleichzeitig sollen die Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte um 100 Euro pro Monat angehoben werden. Die Vor-schrift, Auszubildende nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung zu übernehmen, will ver.di wieder in Kraft setzen. Die Laufzeit des Tarifvertrages soll 12 Monate betragen.