Informative und praxisnahe Fallbeispiele zu Patent- und Schutzrechten

Veröffentlicht am 7. Dezember 2017 von wwa

KIRCHEN – Metall-Forum: Informative und praxisnahe Fallbeispiele zu Patent- und Schutzrechten – Netzwerkveranstaltung bei Pintsch Bubenzer GmbH in Kirchen – Das Metall-Forum zum Thema „Patent-, Marken-, und Designschutz in der Praxis“ fand bei der Firma Pintsch Bubenzer GmbH in Kirchen statt. Initiator ist die Wirtschaftsförderung Kreis Altenkirchen, die zweimal jährlich diese Netzwerkveranstaltung zu unterschiedlichen Themen organisiert. Das Veranstaltungsformat stammt aus dem Netzwerk der Brancheninitiative Metall und wird aufgrund der praxisnahen Vorträge, in Kombination mit anschließendem Betriebsrundgang und gemeinsamen Austausch, von Unternehmen aus dem Kreis Altenkirchen sehr geschätzt.

Der Schutz des geistigen Eigentums wird für viele Unternehmen immer wichtiger. So gehören Patente bereits zum Alltag vieler Unternehmen, um eine innovative Idee oder ein neues Produkt effektiv gegen Nachahmung zu schützen. Doch in der Welt des Patentrechts gibt es viel zu beachten: So können juristische, technische und betriebswirtschaftliche Aspekte selbst für Experten zum Drahtseilakt werden.

Aus diesem Grund lud die Wirtschaftsförderung Kreis Altenkirchen den Patentanwalt Till Gerhard von MFG Patentanwälte aus München nach Kirchen ein, um in lockerer Atmosphäre die Teilnehmer über den Umgang und die Gefahren von Schutzrechten zu informieren. „Die Firma Pintsch Bubenzer ist als international tätiges Unternehmen in Bezug auf Patent- und Markenrechte sehr gut aufgestellt und arbeitet bereits seit vielen Jahren mit Till Gerhard zusammen. Darum freuen wir uns umso mehr, gemeinsam mit ihm die Veranstaltung durchzuführen“, begrüßte Stefan Kröger, Geschäftsführer von Pintsch Bubenzer die insgesamt 24 Teilnehmer.

Till Gerhard, der selber auch aus dem Kreis Altenkirchen stammt, referierte in seinem Vortrag über den Weg von der Idee bis hin zum Patent. Das Kuriose: Bei Patentansprüchen zählt das Motto „weniger ist mehr“. „Patentansprüche sind aus Merkmalen aufgebaut. Je weniger Merkmale man zur Definition seiner Erfindung angibt, umso breiter ist der nutzbare Schutzbereich. So ist das Potential, ein eigenes Patent gegenüber einem potentiellen Patentverletzer geltend zu machen, umso höher, je weniger Merkmale beansprucht werden. Solche Patente können dann sehr wertvoll und wichtig werden“, erklärt Patentanwalt Till Gerhard am Beispiel eines einfachen Plastikbechers.

Neben dem allgemeinen und praxisnahen Vortrag war vor allem der „Plausch aus dem Nähkästchen“ für die Teilnehmer sehr aufschlussreich: „Oft erkennt man als Patentanwalt relativ schnell, ob eine Idee schutzfähig ist. Wir erleben in unserer Kanzlei die kuriosesten Vorschläge zu Erfindungen, die beispielsweise bereits existieren oder keinerlei Funktionalität besitzen“, so Till Gerhard. „Da lohnt es sich durchaus vorher zu googeln, ob die eigene Erfindung wirklich innovativ ist, bevor man zur Tat schreitet. Denn eine Patentanmeldung mit Prüfungsverfahren ist kostspielig.“

Nach dem Vortrag führte Holger Zick, Betriebsleiter bei der Pintsch Bubenzer GmbH, die Teilnehmer durch den Betrieb, die sich im Anschluss an den Rundgang dann noch auf einen Imbiss und gemeinsamen Austausch in den Veranstaltungsräumlichkeiten trafen. „Das Besondere an diesem Veranstaltungsformat ist der anschließende Austausch in lockerer Atmosphäre“, so Tim Kraft, Leiter der Wirtschaftsförderung Kreis Altenkirchen. „Die Gespräche zwischen den Teilnehmern sollen das regionale Netzwerk weiter stärken und somit Unternehmen einander besser kennenlernen“. Auch für das Jahr 2018 sind bereits die nächsten Planungen im Gange, um das erfolgreiche Veranstaltungsformat auch weiterhin stattfinden zu lassen.