Arbeit als Schlüssel zur Integration

Veröffentlicht am 1. Dezember 2017 von wwa

NEUWIED – Arbeit als Schlüssel zur Integration – Integration Point im Jobcenter Neuwied eröffnet – „Sie wollen ein Praktikum machen? Kein Problem, gehen Sie doch gleich mal zur Kollegin der Handwerkskammer nebenan, die kann Ihnen sicher weiterhelfen!“ So mag es klingen, wenn die Sachbearbeiterin des Jobcenters einen anerkannten Flüchtling im Integration Point Neuwied berät. Denn seit einiger Zeit sitzen Sachbearbeiter und Beraterinnen im Nebengebäude des Jobcenters Neuwied (Heddesdorfer Str. 31, 3. OG) praktisch Tür an Tür, um geflüchteten Menschen optimale Unterstützung auf dem Weg in ein Arbeits- oder Ausbildungsverhältnis zu bieten. Nun wurde der Integration Point vor 30 geladenen Gästen offiziell eröffnet.

Nach dem musikalischen Auftakt durch Abdulrahman Allhussni, ein junger Mann, der selbst aus Syrien nach Deutschland geflohen ist, unternahm der scheidende Landrat Rainer Kaul einen kurzen Rückblick auf die turbulenten letzten beiden Jahre. Zudem lobte er im Beisein seines designierten Nachfolgers Achim Hallerbach und des neuen Bürgermeisters der Stadt Neuwied, Michael Mang, das Engagement aller Beteiligten und verwies auf die wichtige Rolle des Jobcenters: „Der überwiegende Anteil der Flüchtlinge ist mittlerweile in der Obhut des Jobcenters. Hier ist der richtige Ort für eine zentrale Anlaufstelle, an der umfassend zu Praktika, Ausbildungs- und Berufschancen informiert wird.“

An dem Projekt, das durch den Arbeitskreis Bildungskoordination vorbereitet und vom Bildungskoordinator für Neuzugewanderte des Landkreises Neuwied, Dr. Martin Correll, initiiert wurde, sind mittlerweile inklusive Kreis- und Stadtverwaltung neun lokale und regionale Partner beteiligt. So kümmern sich das Jobcenter Neuwied, die Handwerkskammer Koblenz, das IQ-Anerkennungsnetzwerk und das gemeinnützige Unternehmen Informa um die berufliche Eingliederung der Kunden, oft mit Hilfe von Bewerbungstrainings, Praktika und Einstiegsqualifizierungen. Zudem bieten die lokalen Wohlfahrtsverbände (Caritas, Diakonie und Rotes Kreuz) Migrations-, Asyl- und Sozialberatung hinsichtlich verschiedenster Fragen und Probleme an.

Alois Müller, der Geschäftsführer des Jobcenters, zeigte sich deswegen sehr zufrieden mit der Umsetzung und betonte in seiner Ansprache den dynamischen Charakter des Integration Point: „Wir werden das sicher noch ausbauen. Dank der guten Vernetzung mit den relevanten Akteuren können wir flexibel auf unterschiedliche Situationen und Bedarfe reagieren.“

Im Anschluss vertieften alle Gäste bei leckerem Fingerfood, das von Informa bereitgestellt wurde, eben diese Vernetzung und tauschten sich rege über die bevorstehenden Herausforderungen in der Integrationsarbeit aus.

Bei Fragen zum Integration Point stehen die Ansprechpartner vom Jobcenter (Dirk Arenz, Teamleiter Markt & Integration, Telefon: 02631/9411100, Mail: dirk.arenz@jobcenter-ge.de) und der Kreisverwaltung (Dr. Martin Correll, Bildungskoordinator für Neuzugewanderte, Telefon: 02631/803161, Mail: martin.correll@kreisverwaltung-neuwied.de) zur Verfügung.

 

Foto: 1. Kreisbeigeordneter Achim Hallerbach, Bürgermeister Michael Mang, Landrat Rainer Kaul, Geschäftsführer Alois Müller, Dilorom Jacka, Dr. Martin Correll und Sozialdezernentin Hildegard Person-Fensch (v. l.)