Fahrraddemonstration gegen die Zerstörung des Klimas

Veröffentlicht am 9. November 2017 von wwa

BETZDORF/BONN – Klima schützen – Verkehrswende einleiten – Genau vor einem Jahr hatten „die drei Großväter“ Hermann Reeh, Horst Vetter und Helmut Utsch eine Fahrradprotestfahrt ins Rheinische Braunkohlerevier unternommen. Sie wollten damit auf die verhängnisvollen Folgen der Braunkohleverstromung für das Weltklima verweisen und für eine „enkeltaugliche“ Welt werben.

Es war für den Betzdorfer Horst Vetter nun emotional sehr bewegend, am vergangenen Samstag mit seinen zwei Enkeln Thea (7) und Paul (4) und deren Eltern an der großen Fahrraddemonstration von Köln zum Weltklimagipfel in Bonn teilzunehmen.

„Bei der Konferenz in Bonn, aber auch bei den Koalitionsverhandlungen in Berlin, geht es um nichts weniger als die Zukunft unserer Kinder und Enkel“, so Horst Vetter. Mit der Fahrraddemonstration sollte gegen die Zerstörung des Klimas durch den zunehmenden Verkehr auf den Straßen und die fatale Verkehrspolitik der Regierungen demonstriert werden. Neben der Kohleverstromung heizt der Autoverkehr schon heute das Klima dramatisch an und trägt beträchtlich zu den verheerenden Wetterextremen mit Stürmen, Überflutungen und Dürren und der damit verbundenen Vernichtung menschlicher Existenzen bei.

„Der Verkehr ist der einzige Bereich, in dem der Ausstoß an Treibhausgasen weiter steigt, statt zurückzugehen“, so Vetter weiter. „Der Grund dafür sind immer mehr und immer größere Autos mit Verbrennungsmotoren. Die in Paris vereinbarten Klimaschutzziele lassen sich nur mit einer grundlegenden Verkehrswende erreichen. Wir müssen grundsätzlich unsere Abhängigkeit vom eigenen Auto deutlich reduzieren und klimafreundlichen Alternativen stärken: Schienenverkehr, ÖPNV, Rad- und Fußverkehr! Hier sind auch die Kommunen gefordert“, unterstreicht Vetter, der für die Grünen im Betzdorfer Stadtrat sitzt. „Ohne eine deutliche Verbesserung der Infrastruktur für Fußgänger und Radfahrer sind die Verkehrsprobleme in Betzdorf, am Struthof etwa und anderen neuralgischen Punkten, nicht zu bewältigen“.