Werkhausens Senioren besuchen Regierungsbunker

Veröffentlicht am 3. Oktober 2017 von wwa

WERKHAUSEN – Werkhausens Senioren besuchen Regierungsbunker in Bad Neuenahr-Ahrweiler – Die Ortsgemeinde Werkhausen hatte ihre Senioren zum Tagesausflug nach Bad Neuenahr- Ahrweiler eingeladen. Ziel war der ehemalige Regierungsbunker der Bundesrepublik Deutschland. Regen begleitete die Werkhauser Senioren den ganzen Tag. Die Stimmung trübe das allerdings recht wenig. Letztlich die feuchte Jahreszeit hatte Löcher in die Teilnehmerzahl gerissen, da diese Personen mit Erkältung das Bett hüten mussten. Am Dorfgemeinschaftshaus hatte sich ein Viertelhundert Männer und Frauen eingefunden um sich das monströse Bauwerk aus der Zeit des kalten Krieges in Augenschein zu nehmen. Ortsbürgermeister Otmar Orfgen begrüßte seine Mitbürger und einige Gemeinderatsmitglieder im Bus und gab einige Instruktionen zum bevorstehenden Geschehen. In der frühen Mittagszeit nutzten die Werkhauser eine Regenpause um auf einem Rastplatz bei Andernach eine Kaffeepause einzulegen.

Fleißige Helfer hatten für kulinarische Stärkung und heißen Kaffee gesorgt. Die Pause war gerade beendet, die Werkhauser hatten den Bus bestiegen als auch schon wieder der Regen gegen die Scheiben prasselte. Das änderte sich auch in Bad Neuenahr nicht. Wohl wissend über den langen Aufstieg zum Regierungspunker hatte Darius Tawrowski die Fahrt mit seinem Privatwagen angetreten und angeboten einige Personen zum Punker zu fahren. Der Rest zog, mit Regenschirmen geschützt, zu Fuß den Berg hoch. Bei strömendem Regen begrüßte der riesige Betonklotz des Eingangsbereiches die Werkhauser. In zwei Gruppen aufgeteilt ließen sie sich den Rest der einst 18 Kilometer langen Anlage zeigen und seine Geschichte erläutern. Von diesen 18 Kilometern sind noch knapp 250 Meter als Museumsteil übrig geblieben. Die Planung des Regierungsbunkers reicht bis in das Jahr 1950 zurück.

Das Bauwerk, ein Schutzmittel gegen einen Atomschlag, wurde über Jahrzehnte gebaut und kostete Milliarden. Wenn draußen sich kein Leben mehr regte, hatten die 3.000 Personen im Bunker noch 30 Tage zu leben. Dieser Bunker war eine Kleinstadt mit allem was der Mensch zum Leben benötigte. Spartanisch allerdings zeigte sich die Einrichtung der Aufenthaltszonen, wie die Schlafstätten. Beeindruckend hingegen die wuchtigen Schleusenschotten, die im Ernstfall den Bunker gegen Strahlen sicherten. Nach einer fast zweistündigen Führung ging es wieder in den strömenden Regen und zum Restaurant „Altenwegshof“ in den Weinbergen um dort gemütlich das etwas spätere Mittagessen zu genießen. Wie die Fahrt begonnen hatte so endete sie am frühen Abend in Werkhausen, bei strömendem Regen. Die Senioren versäumten es allerdings nicht, sich bei den Organisatoren, insbesondere bei Rita Orfgen und Darius Tawrowski, zu bedanken. (wwa) Fotos: Till-Erik