48. Jahrmarkt der katholischen Jugend Wissen

Veröffentlicht am 2. Oktober 2017 von wwa

WISSEN – Schon der 48. Jahrmarkt der katholischen Jugend Wissen, das müssen den Wissenern andere erst einmal nachmachen. „Gut 600 ehrenamtliche Helfer/innen auf der Bühne, an den vielen Ständen auf dem Jahrmarktsgelände und natürlich hinter den Kulissen, dass hätten wir uns vor fast fünf Jahrzehnten nicht träumen lassen“, so Jahrmarktssprecher Johannes Bender nach den Aufräumarbeiten am späten Sonntagabend. Das Programm an beiden Veranstaltungstagen hatte für alle Besucher etwas zu bieten. Grußworte zur Eröffnung sprachen unter anderem Verbandsgemeindebürgermeister Michael Wagener, Stadtbürgermeister Berno Neuhoff und Landrat Michel Lieber. Seitens der katholischen beziehungsweise evangelischen Kirchengemeinde Wissen äußersten sich Pfarrer Martin Kürten und seine frischgebackene Amtskollegin Gudrun Weber-Gerhards voll des Lobs über die zahlreichen Akteure. Den offiziellen Startschuss gab Schirmherr Dr. Andreas Rödder, Professor für Neueste Geschichte an der Universität Mainz, selbst ehedem aktiver Jahrmarkts-Mitarbeiter.

Zu dessen Überraschung übergab ihm Peter Stangier als einer seiner vielen Nachfolger eine Tafel mit kriegerischen Szenen aus alten Zeiten. Der dort abgebildete Musketier Johann Rödder könnte einer der Vorfahren des Professors sein. Den Reigen der Bühnenvorträge eröffnete wie gewohnt die türkische Kindertanzgruppe der heimischen Grundschule. Direkt anschließend gab die Taekwondo-Gruppe des Wissener VfB Proben ihres Könnens. Viel Beifall heimste auch die Jazz-Band der Bläserklasse des Kopernikus-Gymnasiums und der Realschule plus ein. Zu den Höhepunkten am Sonntag zählte der Auftritt von Wolfgang Hüsch und seinem besten Kumpel, dem Spasskellner Rudi. „Ein bisschen verrückt ist nicht genug“, hat sich die Komikertruppe „Wolli`s Holliewald“ auf ihre Fahnen geschrieben, wenn sie durch ganz Deutschland reist und stets mit wahren Applausstürmen belohnt wird.

Beim 48. Jahrmarkt war nicht anders. Wolfgang Hüsch stammt übrigens wie Dr. Andreas Rödder aus dem Wissener Stadtteil Köttingerhöhe. Am frühen Abend sorgte ein Seilartist für waschechten Nervenkitzel. Am Kranausleger eines Lkws gut zehn Meter über dem Boden hängend, führte der drahtige Athlet Kunststücke auf, die wirklich den Atem der Zuschauer stocken ließen und dies alles ohne Netz und Sicherungsseil! Alle Mitwirkenden stellten ihre Kunst wie immer unentgeltlich in den Dienst der guten Sache. 2017 hilft der Jahrmarkt einem Projekt, das die Wasserversorgung im Slum einer Großstadt in der Demokratischen Republik Kongo sicher stellt. (teb) Fotos: Sieht