Alle Postbankstandorte in Rheinland-Pfalz und im Saarland geschlossen

Veröffentlicht am 13. September 2017 von wwa

RLP – Alle Postbankstandorte in Rheinland-Pfalz und im Saarland geschlossen – Im Rahmen der Tarifrunde Postbank bleiben am Mittwoch, 13. September, alle Filialen der Postbank Filialvertriebs AG geschlossen. Es finden ganztägige Betriebsversammlungen statt. Im Rahmen dieser bundesweit stattfindenden Veranstaltungen wird es sog. „aktive Mittagspausen“ geben, in denen die rund 200 Beschäftigten aus 50 rheinland-pfälzischen und saarländischen Filialen zusammen mit ihren Kollegen aus Baden-Württemberg ihren Unmut über den Stand der Tarifverhandlungen kundtun werden.
Nach der zweiten, ergebnislosen, Verhandlung zwischen ver.di und den Arbeitgebern der Unternehmen der Postbank Filialvertrieb AG ist dieser Protest absolut nötig.  „Die Beschäftigten sind verärgert. Die Arbeitgeberseite war zur Thematik des Kündigungsschutzes nicht gesprächswillig,“ sagte ver.di Landesfachbereichsleiter Jürgen Grandjot: „Unsere Mitglieder sind bereit in eine harte Auseinandersetzung zu gehen, wenn bei dieser bedeutungsvollen Thematik keine Bewegung passiert. Das ist ein Tritt mit Füßen und keine Wertschätzung.“ Die Beschäftigten haben laut Grandjot neben dem Schutz der Arbeitsplätze auch ein deutliches Plus im Portemonnaie mehr als verdient.
Die Aktionen finden an den Betriebsversammlungsorten Stuttgart und Mannheim statt:
In Mannheim startet eine Aktion unter dem Motto: „Wir lassen die Beschäftigten nicht im Regen stehen!“ Es gibt einen Demo-Zug vom N7 zu den Kapuziner Planken. Dort gibt es eine Kundgebung diese startet gegen 13:40 Uhr.
In Stuttgart wird es ab ca. 12:00 Uhr eine sog. „Tarif-Baustellen-Aktion“ geben unter dem Motto: „Baustelle Tarifvertrag schnell schließen“ werden die Beschäftigten mit Arbeitshandschuhen, Schaufeln, Sicherheitsbrillen und Warnwesten mit Baustellenschildern und Absperrband das Gelände des Kultur- und Kongresszentrum (Liederhalle, Berliner Platz 1-3) in kurzer Zeit in eine Baustelle verwandeln.
ver.di fordert im Kern eine Verlängerung des Kündigungsschutzes der Beschäftigten bis Ende 2022 sowie die Erhöhung der Gehälter um 5 Prozent bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Die Azubivergütungen sollen deutlich steigen. Durch den Umbruch der kompletten Branche möchte ver.di auch über einen sog. Zukunftstarifvertrag sprechen, in welchem neben Standortsicherungen auch Themen wie mobiles Arbeiten, Weiterbildung und die Arbeitszeit vereinbart werden sollen. Verhandelt wird für rund 18.000 Beschäftigte bei Postbank, Postbank Filialvertrieb sowie der BHW Gruppe und weiterer Tochterunternehmen (Betriebscenter für Banken, PB Service, PB Direkt, BHW KSG, PB Firmenkunden AG). Die dritte Verhandlungsrunde findet am 25. und 26. September in Siegburg (NRW) statt.