Betzdorfer Stadt-Spaziergang „es war einmal“

Veröffentlicht am 13. August 2017 von wwa

BETZDORF – Betzdorfer Stadt-Spaziergang „es war einmal“ – Kleine Zeitreise in Lied und Wort – Die Brucher „Frohsinn“-Chöre und der Betzdorfer Geschichte e.V. (BGV) laden zu einem „kleinen Stadtspaziergang“ durch den alten Betzdorfer Ortskern ein. Start ist am Samstag, 19. August um 15:30 Uhr in der Viktoriastraße. Vorsitzender Heinz Stock und Geschäftsführer Gerd Bäumer vom BGV übernehmen die Führung der Gäste. An historischen Plätzen werden die Vertreter des BGV aus der Stadtgeschichte erzählen und auch die eine oder andere heiter-besinnliche Anekdote beisteuern. Vor Ort wird mittels vergrößerter, alter Fotos gezeigt, wie sich das Stadtbild seit dem Bau der Eisenbahn im Jahre 1860 rasant verändert hat.

Passend zu den Stationen am Rundweg tragen die Brucher Chöre Lieder vor, die u.a. von vier Betzdorfer Komponisten stammen. „Es war einmal“, ein Chorlied von Heinrich Nassen erklingt zu Beginn in der Viktoriastraße. Im S-Forum, neben dem Platz, an dem das ehemalige Hotel „Deutsches Haus“ stand, kommen zwei Lieder zum Vortrag, die unmittelbar mit dem damaligen Hotel verbunden sind. „Zu Betzdorf war’s im Deutschen Haus“ wurde 1931 von Ruland Aysslinger für Unisono Gesang mit Begleitung komponiert. Vorgetragen wird das Loblied eines Wanderers von Bernd Pfeifer mit Klavierbegleitung. Der damalige Inhaber des Deutschen Hauses Karl Großkurth komponierte ebenfalls 1931 das Lied „Heil Betzdorf“. Beide Liedtexte stammen aus der Feder von Dr. Carl Pusch. Für Chorleiter Paul Hüsch sind diese über 80 Jahre alten Lieder nicht nur in der Melodie interessant, auch heute noch ist der Text in seiner Aussage treffend und aktuell. Zum besseren Verständnis und auch zum Mitsingen erhalten die Gäste beim Stadt-Spaziergang ein Textblatt mit den Betzdorfer Liedern.

An weiteren Stationen ertönen Lieder aus der Zeit der Wandervogelbewegung, Anfang des letzten Jahrhunderts. „Aus grauer Städte Mauern“ und „Jenseits des Tales“ sind nur Beispiele für die vielen Kompositionen des aus Betzdorf stammenden Komponisten Robert Götz. Für den „flotten Charme“ dieser Wanderlieder sorgt Jochen Laux mit der Gitarre. Zum Ende des Stadtganges wird „Mein Heimatort“, von dem Brucher Hans-Josef Horn erklingen. Zu der spannenden „Zeitreise“ durch die Sieg-Heller-Stadt sind alle herzlich eingeladen.

 

Foto: Blick in die Viktoriastraße anno 1908 Foto: Archiv des BGV