Seniorenbeirat besucht Helvita Seniorenzentrum

Veröffentlicht am 13. März 2017 von wwa

NEUWIED – Helvita Seniorenzentrum – Die Matthias Erzbergerstaße, eine Ballettschule, zwei Moscheen, etwas Industrie, ein paar Mehrfamilienhäuser und am Ende ein Altersheim. Wobei der Begriff Altersheim ja nicht mehr so ganz stimmt. Hier im Helvita Seniorenzentrum leben 70 Menschen zwischen 60 und 104 Jahren. Als Bürohaus konzipiert, wurde vor ein paar Jahren in ein Pflegeheim für zur Zeit 70 Personen umfunktioniert. Der Name Helvita ist geblieben, nur der Träger hat gewechselt. Seit kurzer Zeit schaltet und waltet hier der Französische Korian Konzern, ein an der Börse notierter Anbieter mit über 500 Pflegeeinrichtungen. Die Pflegeleitung ist auch noch recht neu und daher freuten sich die Pflegedienstleiterin Müller und Einrichtungsleiterin Simone Vernekohl über das Interesse des Neuwieder Seniorenbeirats, der mit einigen wissenswerten Informationen zum kulturellen Angebot für Senioren in der Stadt aufwartete.

Bei einer Führung durch die Räumlichkeiten durften sich die Seniorenbeiräte überzeugen wie qualifiziert und zertifiziert aber auch persönlich moderne Pflege heute praktiziert wird. Eine Küche in der frisch gekocht wird, bis hin zum voll eingerichteten Frisiersalon, zwischen freundlichen hellen und breiten Gängen und gemütlichen Sitzgelegenheiten. Hier wird auch ausgebildete, denn der Beruf des Altenpflegers hat nicht so große Anziehungskraft, wie vielleicht der der Kinderkrankenschwester. Auch bei der Koriangruppe sind die Personalsorgen nicht unerheblich. Das nötige Fachpersonal ist umkämpft und wer hier ausgebildet wird, wird auch mit Sicherheit übernommen. Neben Kurzeitpflege und Verhinderungspflege leben auch behinderte Menschen in der Einrichtung. Ein Rollstuhlfahrer, der kürzlich aus Waldbreitbach umgesiedelt ist, schätzt die Nähe zum Bahnhof und der Innenstadt. Mit dem Einkaufsdienst können nötige Besorgungen erledigt und mit dem Betreuungsdienst Ausflüge geplant werden.

Wünschenswert wären auch, so Simone Vernekohl mehr Ehrenamtliche aus Kirchen und Verbänden zu mobilisieren, die den Bewohnern etwas Kurzweil in den Alltag der Einrichtung bringen. Am Ende der Führung durch die Räumlichkeiten, kam man zum Beschluss sich baldmöglichst wieder auszutauschen, damit auch die Senioren, die in den Pflegeeinrichtungen der Stadt leben, möglichst am kulturellen Leben teilhaben können. Nach dem Besuch des Seniorenbeirats der Stadt Neuwied im Eckerstift und bei der Awo in der Andernacherstraße steht nun ein Besuchstermin der Alten Glaserei in der Heddesdorferstraße an. (mabe) Fotos: Marlies Becker