Wochen gegen Rassismus: Friedensgebet in der Moschee

Veröffentlicht am 11. März 2017 von wwa

NEUWIED – Neuwied setzt Zeichen für Solidarität und Gerechtigkeit – Wochen gegen Rassismus: Friedensgebet in der Moschee – Ein Zeichen gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit und für Solidarität und Gerechtigkeit. Das ist das erklärte Ziel der „Internationalen Wochen gegen Rassismus“, an denen sich auch die Stadt Neuwied mit mehreren Veranstaltungen beteiligt.

Ein Höhepunkt dabei dürfte am Freitag, 24. März, von 12:30 bis 14:30 Uhr das  Friedensgebet in der Omar Al-Farouk Moschee in der Mattias-Erzberger-Straße 5 bis 7 sein. Mohamed Akchich, Vorsitzender des Islamischen Vereins, und Neuwieds Oberbürgermeister Nikolaus Roth laden die Bürger/innen gemeinsam ein, „eine klare Position gegen Rassismus und für mehr Toleranz“ zu beziehen. „Denn die Willkommenskultur, die in Neuwied auf beeindruckende Weise traditionell gelebt wird, darf nicht von populistischer und rassistischer Hetze gegen Menschen überschattet werde“, betonen beide.

Die Veranstaltung beginnt mit einer Einführung in das Thema unter anderem durch OB Roth, es folgt das Gebet, das anschließend ins Deutsche übersetzt wird. Danach besteht Gelegenheit zum Austausch und zur Diskussion. Eine Anmeldung ist erwünscht bei Dilorom Jacka, Integrationsbeauftragte, 02631 802284, djacka@neuwied.de.

Weitere Neuwieder Termine der Veranstaltungsreihe, die auf eine bundesweite Initiative der „Stiftung für die Internationalen Wochen gegen Rassismus“ zurückgeht: Donnerstag, 16. März, von 19:00 bis 20:30 Uhr, Lesung mit anschließendem Gespräch Delio Morandi liest in der VHS, Raum 409, aus seinem autobiographischen Werk „Antonio. Im Land der Verheißung“. Der Autor hat in seiner langjährigen Tätigkeit für den Caritasverband  „Gastarbeiter“ und Asylbewerber unterstützt. Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich.

Mittwoch, 22. März, von 20:00 bis 22:05 Uhr, Filmvorstellung „Monsieur Chocolat“. Der Minski-Film in der Schauburg, Heddesdorfer Straße 84, erzählt die Geschichte von Raphael Padilla, der als erster schwarzer Künstler auf französischen Bühnen unter dem Namen „Chocolat“ Ruhm und Ehre erlangte – und wieder verlor. Eintritt: 6 Euro Erwachsene, 3 Euro für Schüler und Inhaber von Juleica-Card.

Donnerstag, 23. März, von 10:00 bis 15:00 Uhr, Aktionstag: Gemeinsam für buntes Neuwied. In einer gemeinsamen Aktion wollen verschiedene Initiatoren  auf dem Luisenplatz über Rassismus und dessen Folgen für ein friedliches Miteinander informieren. Aktionen speziell für Kinder sind ebenfalls vorgesehen.

Samstag, 25. März, von 10:00 bis 18:00 Uhr, Argumente gegen Stammtischparolen. Das Argumentationstraining im Mehrgenerationenhaus, Wilhelm-Leuschner-Straße 5, will dafür sensibilisieren, genauer hinzuhören, Dinge zu hinterfragen, und sich zu Wort zu melden, wenn pauschal abwertende Sätze fallen. Anmeldung: Beatrix Röder-Simon, 02631 344596, roeder-simon@fbs-neuwied.de. Weitere Infos zu den einzelnen Terminen und den jeweiligen Veranstaltern gibt`s unter www.neuwied.de/gegen-rassismus.html.