Wespen lassen sich weglocken

Veröffentlicht am 10. Oktober 2015 von wwa

Wespen 5897REGION – Wespennest beschäftigt zwei Jungen – Wespen 4401Die Sonne lachte vom wolkenfreien Himmel als der zehnjährige Till durch den Vorgarten seiner Großeltern ging. Auf dem Weg zur Haustür sah er einen seltsamen Gegenstand liegen, so etwas wie einen Deckel. Er hob ihn auf und betrachtete das Gebilde etwas genauer. Es war kreisrund und mit vielen Löchern versehen. Die Löcher waren Waben, das erkannte Till sofort und die, das hatte er bereits in der Schule erfahren und im Fernsehen gesehen, gehörten zu den Bienen oder Wespen. Da es im Umfeld nur so von Wespen wimmelte, lag die Annahme dass es sich um den Teil eines Wespennestes handelte nahe. Doch wie kam das Teilstück ausgerechnet hier hin. Gemeinsam mit seinem Bruder Malte ging er auf Erkundungstour. Es dauerte nicht lange und sie hatten den Rest des Wespennestes gefunden. Oben, im Winkel der Dachgaube, da hing der Rest des Fußball großen Nestes. Sofortige Untersuchungen ergaben dass auch dieser Nestteil verlassen war. Fein säuberlich war der untere Teil, der Deckel den Till im Vorgarten gefunden hatte abgetrennt.

Unten im Vorgarten, wo auch die Sitzgruppe mit Sonnenschirm stand, dort schwirrten allerlei Insekten durch die Luft und ganz besonders Wespen. Was auffiel war, dass auch zwischendurch das Gebrumme lauter wurde und plötzlich die Wespen wesentlich größer wurden. Es waren auch keine Wespen, es waren stattliche Hornissen. Waren sie der Grund warum das Wespennest zerstört und verlassen war? Die dicken Brummer, die kurz auftauchten und dann wieder verschwanden, brummten Richtung Schuppen und verschwanden im Dach.

Die Wespen, bei den Menschen in den meisten Fällen für panische Angst sorgend, hatten den Kuchen auf dem Kaffeetisch entdeckt. Wildes Schlagen nach den Schwarzgelben und gar töten der Tiere kam für die Jungs nicht infrage. Sie wussten dass die auch friedlich sind wenn sie nicht bedroht werden. Doch bei der Kaffeetafel und auf dem Kuchen hat man sie doch nicht so gerne. Die beiden Jungen folgten einem Tipp. Sie holten sich zwei Marmeladengläser, bestrichen die Innenseiten mit Marmelade und Honig und stellten einen Glasdecken mit Marmelade auf die Abdeckung. Es dauerte keine fünf Minuten und am Tisch befanden sich kaum noch Wespen. Sie hatten sich auf die wenige Meter weiter aufgestellten Lockeinrichtungen konzentriert. Die Familie konnte in aller Ruhe den Kuchen genießen. Am späteren Nachmittag hatten auch die Wespen beide Gläser und den Deckel blitzblank gesäubert. Auch an anderen Tagen klappte diese Methode hervorragend. Die Familie genoss die Kuchen und die Wespen hatten keine Toten zu beklagen. Fotos: Till + Malte